Foto eines Schachspieles     Bezirksmeisterschaft
18.-21.02.2010

Während der Winterferien im Februar war es wieder einmal soweit. Die Bezirksmeisterschaften Schach fanden im KiEZ Sebnitz statt. Auch in diesem Jahr war wieder gewaltiger Schneefall in den vorangegangenen Tagen zu verzeichnen gewesen, so daß wir erneut eine "weiße" BEM durchführen konnten.

Die Verantwortlichen im Objekt hatten im Vorfeld extra die Parkplätze mit schwerer Technik räumen lassen, damit alle einen Parkplatz finden konnten.

Als Teilnehmer reisten aus unserem Klub Lisa und Tom Pfützner, Richard und Elisabeth Michel, Max Schuler, Carl-Anton Sack, Lukas Bernhardt, Sebastian Lang, Konrad Schrell, Friedrich Schnoor, Elise Winkelmann und Marius Kroschel an. Daneben waren Matthias Rudolf und Matthias Nake als Betreuer, Frank Schulze als Turnierleiter sowie Saskia Stark, Nicole Lorenz und René Zimmermann als Schiedsrichter vor Ort tätig.

Die meisten unserer Teilnehmer spielten die Bezirksmeisterschaft nicht zum ersten Mal mit. Die meisten kennen die Abläufe und wissen auch, daß die sieben Runden hintereinander konditionell einiges verlangen. Bei den Mädchen hatten wir einige Titelhoffnungen, bei den Jungs höfften wir auf gute Platzierungen durch Richard, Carl-Anton, Konrad und Friedrich. Bei Max Schuler und Marius Kroschel war beim Premierenstart für uns eine Standortbestimmung von Interesse. Wie würden sie sich im Kreis der anderen durchsetzen können?

Dank der guten Beziehungen zur Turnierleitung hatten wir dieses Mal zur Vor- und Nachbereitung der Partien einen abschliessbaren Klubraum ganz allein für uns. Manche nutzen die Möglichkeiten sehr konzentriert

andere waren nur schwer zum Mitmachen zu bewegen.

Der Start der Bezirksmeisterschaft war für unsere Spielerinnen und Spieler hervorragend. Fast alle gewannen die erste Partie und konnten in der zweiten Runde noch einmal nachlegen.Es war natürlich klar, daß es so nicht weitergehen würde. Besonders hoffnungsvoll starteten Sebastian Lang und Marius Kroschel mit 1,5 Punkten aus 2 Runden gegen stärkere Gegner. Richard Michel hatte in der zweiten Partie leider einen Verlust zu verzeichnen.

Konrad Schrell wich von seiner üblichen Strategie ab und remisierte sich nicht durch das Turnier, sondern gewann in der zweiten Runde seine Partie.

Friedrich bereitete sich leider in der dritten Runde auf die falsche Farbe vor. Es erschien zwar der erwartete Gegner, nur hatte Friedrich eben Schwarz statt der weißen Steine ...

Ab der dritten Runde pegelten sich die Ergebnisse im erwarteten Rahmen ein. Richard gewann souverän, Konrad und Sebastian hielten in der dritten Runde noch mit, mußten aber in der vierten Runde auch den Gegnern Tribut zollen. Die Mädchen zogen derweil alle ihre Bahnen und absolvierten die Partien sicher.

Am Freitagabend war das von vielen schon erwartete Tandemturnier. Es war diesmal im "Zeichen des Partner(look)s". Die Bedingungen zielten auf das Aussehen der Mitspieler ab. Wie im Vorjahr konnten aber auch ein Junge und Mädchen zusammen spielen, was die Bedingungen für die Teilnahme alle außer Kraft setzte. Der Andrang war wie immer groß und Turnierleiter Michael Opitz hatte bei der Anmeldung der 26 Teams und während des Turniers alle Hände voll zu tun.

Auch unsere Trainer zwängten sich in die T-Shirts und hatten weisungsgemäß zwei verschiedene Schuhe an.

Nicole hatte sich einen Partner gesucht (Albert Lehr) und umging damit die Anzugsregeln, Lisa hatte ihre Mitspielerin aus Bautzen zum Tragen eines GWDD-T-Shirts überredet.

Leider kam es schon in der zweiten Runde zum Duell des optischen besten Teams gegen die Turnierfavoriten.

Jedoch auch Saskia und Frank konnten den Siegexpress von Matthias & Matthias nicht stoppen. Sie gewannen das Turnier souverän, Nicole erkämpfte zusammen mit Albert den dritten Platz. Die positive Auswirkung unseres gelegentlichen Tandemtrainings am Klubabend zeigte sich auch dadurch, daß wir noch den 4.Platz erringen konnten.

Der Schwung des Tandemturniers setzte sich aber dann nur teilweise im Turnier fort. Es ist eben schlecht, wenn man bei leerem Brett keine Figur vom Partner bekommt, sondern sich selbst über Wasser halten muß. Die Mädchen absolvierten die Runden komplikationslos zu Ende, Richard lief zu Hochform auf und gewann Partie um Partie. Friedrich fing sich wieder, kontrollierte nun sehr akribisch seine Farbe in der nächsten Partie und spielte immer weiter vorn mit.

Konrad und Sebastian hatten in der Mitte des Turniers einige Schwachpunkte und spielten in der letzten Runde auch noch gegeneinander. Während Sebastian letztlich in der Nähe seiner Erwartung spielte, wäre bei Konrad (wie immer) mehr drin gewesen. Die BEM ist wohl nicht sein bevorzugter Wettkampf.

Marius, Max und Tom spielten ordentliche Turniere, mit deren Ergebnis sie durchaus zufrieden sein können. Einzig Carl-Anton hatte nicht die beste Form und dürfte ein wenig mit seinem Ergebnis hadern.

Am Sonntag ging mit der Siegerehrung eine für uns sehr erfolgreiche BEM zu Ende. Der Andrang im Saal war wieder groß.

 

René übte sich noch mal im Zettel-Samba und dann ging es los.

Zuerst war die Siegerehrung des Tandemturniers, welche wie ober schon erwähnt, sehr erfolgreich für uns lief. Leider fehlt auf dem Bild Matthias Rudolf, welcher aus privaten Gründen schon früher abreisen mußte.

Wir waren zum wiederholten Mal der erfolgreichste Klub des Bezirkes. Das ist ein Verdienst aller beteiligten Trainer und natürlich auch der Eltern, welche die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Letztlich muß aber auch noch der Wille der Kinder und Jugendlichen zum Sieg hinzukommen. Wir konnten so insgesamt drei Bezirksmeistertitel (Richard Michel, Elisabeth Michel, Stefanie Schreiber) und drei Vizemeistertitel (Lisa Pfützner, Friedrich Schnoor, Elise Winkelmann) erringen.

Die ausführlichen Ergebnisse sind im Webauftritt des Jugendschachbundes Sachsen zu finden. Als nächstes wartet auf die Medaillengewinner sowie Saskia Stark und Niklas Renger als Vorberechtigte die Sachseneinzelmeisterschaft als Herausforderung. Wir wünschen allen Startern viel Erfolg.


Bericht: Frank Schulze
Fotos: Frank Schulze, Saskia Stark, Matthias Nake