Schachwochenende - Trainingslager und Saisoneröffnung

21.-23.08.2009

Katzsteinbaude Cunnersdorf (Sächsische Schweiz)


Der Anfang

Anreise - Freitag, 21.08.2009

Start vor Ort
Blitzturnier
Pokerturnier

Sonnabend, 22.08.2009

Training mit Miroslav
Abkühlung im Bad
Beginn des Abendprogramms
Überraschungsschach
Lagerfeuer
Karaoke - SingStar

Sonntag, 25.08.2009

Konditionsblitz
Wanderung
Siegerehrung und Abschluss

Der Anfang

Im Frühjahr diesen Jahres entstand die Idee, die traditionelle Saisoneröffnung diesmal in einem anderen Rahmen als in den vergangenen Jahren durchzuführen. Da auch der Wunsch nach einem längeren Training der Erwachsenen bei Miroslav Shvarts bestand, war schnell die Idee geboren, ein ganzes Wochenende im Verein zu gestalten.

Als Cheforganisator stellte sich Paul zur Verfügung. Die Abteilungsleitung unterstütze die Idee ausdrücklich und stellte finanzielle Unterstützung in Aussicht. Als weitere Mitstreiter im Vorbereitungsteam fanden sich noch Saskia Stark und Frank Schulze zur Mitarbeit bereit.

Paul und Saskia hatten im Mai die Rückfahrt von einem Kaderlehrgang schon mal zum ersten Brainstorming genutzt. Im Juni fand das erste Treffen aller Organisatoren statt. Die unterschiedlichen Vorstellungen mussten koordiniert werden, ein erster Ablaufplan entstand, die ersten Aufgaben wurden verteilt. Die Frage des Objektes war aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt. Die Wunschkandidaten waren alle schon ausgebucht, Einrichtungen in landschaftlich reizvoller Lage sind eben immer schon langfristig belegt.

Auf einen Hinweis des SV Dresden-Leuben hin, wählten wir dann die Katzsteinbaude in Cunnersdorf als Domizil für das Vereinswochenende aus. Sie bot in verschiedenen Richtungen hin ideale Voraussetzungen für die Verwirklichung der Ideen. Wir hatten im Vorfeld so viele Einfälle, dass ein Wochenende letztlich nicht genug war und wir trotz dichtem Zeitplanes einige Sachen streichen mussten.

 

Allerdings wurde irgendwann klar, dass die vorgesehene Schachwanderung doch ein wenig mehr Aufwand erfordert. An einem Sonntag im Juli trafen sich Saskia und Frank mit Michael Opitz und Annegret Wendler vor Ort, um gemeinsam mit diesen einen Strecke zu erkunden. Annegret und Michael kennen die Gegend um den Katzstein sehr gut, weil sie schon seit vielen Jahren im gemeinsamen Trainingslager von Leuben und Löbau in diesem Gebiet Nachtwanderungen durchführen. Die Strecke war bald gefunden, das Finden eines geeigneten Modus war schon etwas schwieriger.

Die geplante Idee und vorläufige Ausarbeitung der Schachwanderung wurde dann noch einmal eine Woche vor dem eigentlichen Event mit Hilfe von Paul als Testperson auf Herz und Nieren geprüft. Dabei mussten noch einige Feinarbeiten vorgenommen werden, bei welchen sich die Organisatoren nicht immer einig waren.

 

Ein besondere Überraschung dieser Testwanderung war die Begegnung mit Gunter Engelmann, einem Vereinskameraden, der an diesem Sonntag auch zufällig am Katzstein zum Wandern unterwegs war.

In der letzten Woche hat dann Paul noch viel Koordinierungs- und Planungsarbeit geleistet, damit möglichst alles störungsfrei abläuft. Die Vorbereitungen wurden aber pünktlich von Paul beendet und es konnte losgehen. Insgesamt hatten sich über alle Tage ca. 30 Personen angemeldet, auch wenn davon nicht alle die volle Zeit vor Ort weilten.

Anreise - Freitag, 21.08.2009

Start vor Ort

Das Wochenende begann offiziell am Freitagabend 18:00 Uhr. Die Organisatoren waren schon ein wenig eher anwesend, aber die Pauls Vorarbeit war so gut, dass vor Ort kaum noch etwas zu klären war. So konnten wir uns der Erholung widmen, welche auch aus nichtschachlichen Aktivitäten bestand.

  

So langsam trafen dann die ersten weiteren Teilnehmer vor Ort ein.

Stefan Launitz übernahm "quasitraditionell" den Job des Grillmeisters und die Fête kam langsam in Gang.

 

Blitzturnier

Nachdem sich alle gestärkt hatten und den größsten Durst überwunden hatten, wurde - da es ja Freitagabend war! - ein Blitzturnier angesetzt. Paul war in bewährter Weise Turnierleiter und es spielten diesmal sogar alle mit.

 
 
 

Das Turnier gewann ... wer wohl? Ja klar, Paul.

Pokerturnier

Der weitere Plan sah dann noch ein Pokerturnier vor. Bevor es losging, wurden schnell noch mal die vorhandenen Möglichkeiten der Katzsteinbaude ausgetestet.

 
 

Nun kam die Stunde der Zocker ...

 

In Ermanglung von weiteren sinnvollen Motiven fotografierten sich die Fotografen inzwischen gegenseitig.

 

Nach hartem Ringen und stundenlangem Kampf einigten sich die beiden verbliebenen Spieler Steffen und Jörg auf einen gemeinsamen Co-Sieg. Damit war der Freitag dann zu Ende.

Sonnabend, 22.08.2009

Training mit Miroslav

Auf Grund des angesetzten Trainings mit Miroslav Shvarts ab 10:00 Uhr konnte die Nachtruhe nicht beliebig ausgedehnt werden.

Das kräftigende Frühstück war aber schon vorbereitet und half dabei, munter zu werden. Währenddessen trafen Christopher Kunze und Nicole Lorenz ein.

Sie wurden gleich in die Trainingsgruppen integriert und mussten mitmachen.

 

Noch hatte Miroslavs Vortrag ein Niveau, welches auch der Autor dieser Zeilen verstand.

Aber schon bald nahm die Schwierigkeit zu. Es wurde Gruppenarbeit durchgeführt, welche immer wieder die einzelnen Teilnehmer zur Diskussion ihrer Ideen und Vorschläge zwang. Man musste sich dabei viele Gedanken über die Stellung und die ihr zugrundeliegenden Pläne machen.

 

Es war eine interessante Trainingsmethode, die vor allen den schwächeren Spielern Einblick in die Gedankengänge der besser spielenden Schachfreunde vermitteln sollte. Nur einer hatte dabei nicht so sehr viel zu erledigen: der Trainer selbst.

Abkühlung im Bad

Nach 5 Stunden intensivem Trainings ging diese Einheit zu Ende. Jetzt war eine Pause im Programm, welche individuell gestaltet werden konnte. Die meisten besuchten das nebenan gelegene Waldbad zur Erfrischung angesichts der sommerlichen Hitze.

 
 
 

Beginn des Abendprogramms

Inzwischen trafen die weiteren Teilnehmer ein, welche nicht die gesamte Zeit anwesend waren.

 

Lisa und Tom widmeten sich gleich mit Feuereifer dem Billard, während Elisabeth und Richard die Sache doch eher verhalten angingen.

Besonders beeindruckend war Familie Schreiber, welche mit dem Rad eintraf. Sie waren damit die einzigen, welche Pauls Idee doch noch in die Tat umsetzten.

 

Saskias Idee, dass Richard und Elise sich an der Hand halten sollen, damit sie beide keinen Unfug machen, fand aber keinen Anklang. Man könnte sogar sagen, sie wurde rigoros abgelehnt.

 

Stefan übernahm wieder Mal den Grill

und alle widmeten sich erst mal der Stärkung für das anstehende Abendprogramm.

 

Überraschungsschach

Der Abend begann mit einem Überraschungsschach. Wer es noch nicht kennt, dem sei hier noch einmal der Gedanke dieses Spiels erläutert. Man spielt normal Schach, aber es gibt einen Moderator, welcher während der Partie entweder nichtschachliche Aufgaben stellt, die erledigt werden müssen oder überraschende Veränderungen auf dem Brett anweist (z.B. alle Damen werden vom Brett genommen). Die Aufgaben oder Veränderungen betreffen niemals alle Spieler. Das Problem besteht darin, dass die Schachuhren trotzdem immer unerbittlich weiterlaufen.

Die Ausarbeitung dieser Aufgabe hatte Saskia übernommen, welche auch das Programm leitete.

Am Anfang waren alle ganz gelassen und harrten der Dinge, die kommen werden. Es begann dann auch relativ harmlos mit der Aufgabe, dass alle Schwarzspieler unsere Nationalhymne singen müssen. Ganz zufällig traf es dabei an jedem Brett den weitaus stärkeren Spieler.

Die korrekte Textkenntnis war übrigens erschreckend gering. Manche murmelten sogar was von "Auferstanden aus Ruinen ...".

Nach dieser Anstrengung musste erst mal Nachschub beschafft werden.

Nachdem die Bretter während der Partie gedreht wurden, traf es nun zum Ausgleich die Weißspieler, die Liegestütze machen mussten. Und zwar genauso viel, wie es ihrem Alter als Zahl entsprach.

  

Es gab interessante Varianten der Ausführung, aber die meisten rackerten sich bis zur Erschöpfung ab und waren doch deutlich von der Strapaze gekennzeichnet.

Die zweite Runde war dann etwas gelassener. Bis auf einen kleinen Treppenlauf und ein paar Kniebeugen gab es keine nennenswerten Einlagen.

 

In der dritten Runde dämmerte es Paul langsam, dass die Überraschungen doch nicht so zufällig waren, wie es vielleicht den Anschein hatte oder er gehofft hatte. Als er mit Hilfe der Moderatorin diese Stellung mit den schwarzen Steinen erkämpft hatte,

konnte Paul nur noch auf ein Wunder in Form einer für ihn positiven Maßnahme hoffen.

Leider kam sie in dieser Runde nicht mehr ... Auch den anwesenden Eltern ging nun langsam auf, dass Überraschungsschach nur entfernt mit Schach zu tun hat und man eigentlich gar keine Ahnung haben muss. Das wichtigste Element ist die Gewogenheit des Ansagers.

 
 

Es hat aber allen großen Spaß gemacht. Auch als einige Spieler Frank mit Wasser vollspritzen durften, wurde das mehr als ausgiebig genutzt.

Trotz aller Versuche, die etwas schwächeren Spieler zu bevorteilen, gewann aber trotzdem letztlich Daniel das Turnier.

Lagerfeuer

Inzwischen hatten einige draußen schon ein Lagerfeuer vorbereitet, an welchem Knüppelkuchen gebacken wurden.

 
 

Karaoke - SingStar

Obwohl auch das Lagerfeuer allen großen Spaß machte, wurde es schon nach einer Stunde beendet, denn der heimliche Höhepunkt des Wochenendes rückte näher: SingStar - ein Karaoke-Spiel auf der PlayStation. Viele freuten sich schon im Vorfeld darauf, andere wurden sanft zum Mitmachen überredet. Als Vorsinger  traten Saskia und Paul auf, welche beide eine tolle Singstimme besitzen, welche sie zu einem beeindruckenden Duett nutzten.

Papa Stark war ebenfalls ganz begeistert von den Sangeskünsten seiner Tochter. Die zweite Reihe der Nachwuchsstars war aber noch nicht restlos überzeugt und beobachtete die Sache doch lieber noch eine Weile aus der Ferne.

Aber irgendwann riss der Schwung alle mit und jeder sang nach Leibeskräften und so gut er konnte.

 
 
 
 

Stefan hatte im Laufe des Abends zunehmend Schwierigkeiten, das Mikrofon von der Bierflasche zu unterscheiden.

An dieser Stelle klang sein Gesang dann auch wenig überzeugend ...Aber auch die Tänze der Zuschauer waren nicht immer gerade grazil zu nennen.

Mit Abnahme der Alkoholvorräte und dementsprechender Zunahme der Heiterkeit kam es verstärkt zu Gruppengesängen, welche im gemeinsamen Singen aller Teilnehmer einen Höhepunkt fanden.

 

Man achte besonders auf die im Vordergrund befindliche Tafel eines nicht genannt werden wollenden Autogrammjägers.

Auf Grund einer krassen Fehlplanung des Alkoholbedarfs war diese Sorte der Getränke gegen 01:30 Uhr schon alle. So zog sich das Gegrölle Singen auch nur bis 04:00 Uhr hin, bevor dann alle völlig fertig und geschafft ins Bett fielen.

Ach ja, am Besten sang Paul, aber der startete ja außer Wertung. Die beiden offiziellen Siegerinnen wurden dadurch Elise und Elisabeth.

Sonntag, 25.08.2009

Konditionsblitz

Der dritte Tag brach an. Die Erschöpfung der Teilnehmer nahm langsam aber sicher zu.

  

Damit alle wieder munter werden, gab es zur Aufmunterung ein Konditionsblitzturnier.

 
 
 
 
 
 

Saskia feuerte alle mächtig an, aber man rätselt noch, ob es wirklich half?

Sieger des Konditionsblitzes wurde Matthias Nake.

Wanderung

Nach dem Konditionsblitz war dann der Start zur letzten Disziplin des Wochenendes: das Absolvieren der Schachwanderung. Diese bestand aus einer Strecke, auf welcher an Hand der Lösung von Schachaufgaben zu entscheiden war, welchen Weg man an bestimmten Kreuzungen nimmt. Zum Ziel zurück führten alle Varianten, aber manche waren länger und manche kürzer.

Auf Grund der vorherrschenden Müdigkeit war der Start etwas zäh. So richtig kam die Sache nicht in die Gänge, aber letztlich machten sich doch alle auf dem Weg.

 
 

Gegen Mittag kehrten alle zurück. Mehr oder weniger hatten alle den besten Weg gefunden, waren auch angetan von der Strecke und Landschaft,

 

aber nun endgültig zu nichts mehr zu gebrauchen.

 

Zum Glück sorgte der Wirt mit einem tollen Mittagessen für eine deutliche Verbesserung der Lage.

Siegerehrung und Abschluss

Zum Abschluss der 3 Tage wurde noch die Siegerehrung durchgeführt. Als erstes zeichnete Matthias Nake die Sieger der klubinternen Schnell- und Blitzschachserie der vergangenen Saison aus. Leider war Matthias Rudolf als einer dieser Sieger nicht mit vor Ort anwesend, so dass nur Paul seinen Preis bekommen konnte.

 

Sieger des Wochenendes und die Besten über alle Wettbewerbe wurden Daniel und Sebastian gemeinsam vor Matthias.

 

Daneben gab es noch Sonderpreise, welche Nicole, Uwe, Elise und Tom erkämpften.

   

Damit ging ein tolles Wochenende zu Ende. Alle waren begeistert und wünschen sich nächstes Jahr eine ähnliche Veranstaltung. Das Organisationsteam hat seine Bereitschaft zur erneuten Vorbereitung schon erklärt und wird sich wieder ein paar Sachen einfallen lassen. Weitere Helfer sind immer willkommen, dann können wir noch viel mehr Ideen umsetzen.

Ganz am Schluss möchten wir auch dem Wirt der Katzsteinbaude Cunnersdorf danken, welcher durch seine Großzügigkeit uns gegenüber sehr zum preiswerten Gelingen des Wochenendes beitrug.


Bericht: Frank Schulze
Fotos: Frank Schulze / Arend Smid