Foto eines Schachspieles     Jahresabschluss 2008 (Teil 1)
Weihnachtsfeier des Nachwuchses

Es war wieder mal soweit: Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und im Schachklub stand der letzte Trainingsnachmittag des Jahres 2008 für den Nachwuchs im Plan. Traditionell fand erneut eine Weihnachtsfeier mit Tandemturnier statt.

Ein bedeutende Änderung zum Vorjahr war die Verfügbarkeit eines großen Raumes im Gegensatz zu zwei kleineren im Vorjahr. Allerdings bietet der große Saal zu wenig Tische und Stühle, so daß wir erst ein wenig umräumen mußten. Das wurde von den starken Jungs in der Nachwuchsabteilung erledigt, welche tatkräftig mit anpackten.

Derweil löste die 4-jährige Justine schnell noch einige Taktikaufgaben, denn "Ohne Fleiß kein Preis!".

Der nunmehr leere Raum strahlte zwar nach dem Ausräumen der Tische und Stühle keinerlei gemütliches Ambiente mehr aus, aber eignete sich hervorragend zum Gedenkenaustausch zwischen den "Schachmuttis", weil wahrscheinlich zum ersten und einzigen Mal im Jahr während der Trainingszeit ziemliche Stille im Raum herrschte.

Auch in diesem Jahr konnten wir mit Matthias Rudolf wieder einen bewährten Schiedsrichter für das Tandemturnier gewinnen. Manches neues Mitglied (wie Konrad Auerbach im Bild) kannte die spezielle Prozedur unseres Cheftrainers beim Losen noch nicht und beobachtete gespannt die Verfahrensweise.

Insgesamt waren 24 Spielerinnen und Spieler anwesend, so daß es sogar im großen Saal ein wenig eng wurde. Aber wir freuen uns über das rege Interesse und die vielen Teilnehmer.

Das Grundprinzip des Turniers besteht seit Jahren darin, dass in jeder Runde die Zusammensetzungen der Tandemteams neu ausgelost werden. Damit hat jeder Teilnehmer prinzipiell dieselbe Chance auf den Sieg oder eine gute Platzierung. Jeder kann per Los einen guten oder weniger guten Partner erwischen. Und wenn es mal nicht so lief, gibt es in der nächsten Runde mit einem neuen Partner eine ganz neue Chance. Und die leidigen Diskussionen, an wem eventuelle Niederlagen nun letztlich wohl lagen, kommen so auch gar nicht erst auf.

Zu Beginn der 7.Runde war plötzlich ein lautes Klingeln auf dem Gang zu hören und der Weihnachtsmann erschien.

Als erstes fiel sein moderner Sack für die Geschenke auf. Er hatte nicht der so wie viele Jahre vorher einen Jutesack, sondern eine grüne, wiederverwendbare Plastetüte. Allerdings war diese den Gewichtsanforderungen der Masse der Geschenke kaum gewachsen, so dass diese Neuerung doch noch einmal kritisch überdacht werden sollte.

Als zweite Änderung sagten dieses Jahr nicht etwa die Beschenkten ein Gedicht auf, sondern der Weihnachtsmann las ein sehr schönes Schachgedicht vor, welches mit Beifall aufgenommen wurde.

Neben der spannenden Fragen, wer denn nun eigentlich der Weihnachtsmann in diesem Jahr ist, war die Verteilung der Präsente natürlich der Hauptgrund des Besuches. Die Siegerin des Tandemturniers Nicole Lorenz erfaßte ungläubiges Staunen über die Vielfalt und Masse der Geschenke. Sie hatte dann auch sichtliche Schwierigkeiten mit ihrer persönlichen Auswahl.

Der Weihnachtsmann hatte den Gabentisch reich gedeckt, der von uns vorgesehene Platz reichte nur mit Müh' und Not, um alles zu fassen.

Für unsere jüngste Spielerin Justine gab es ein besonderes Präsent, welches Knecht Ruprecht persönlich überreichte. Die Freude bei Justine war groß, zusammen mit Papa wurde anschliessend gleich alles eingehend untersucht.

Die meisten mußten länger schauen und ihre Entscheidung abwägen, es gab einfach zu viele interessante Sachen. Leider bekam eben jeder nur ein Geschenk.

Besondere Schwierigkeiten hatte allerdings Willy mit der Entscheidungsfindung. Er grübelte und grübelte, während die anderen neben ihm mehrmals wechselten, konnte er sich einfach nicht entscheiden. Am Ende halfen ihm der Weihnachtsmann und Schiedsrichter, sonst würde Willy unter Umständen wahrscheinlich jetzt noch suchen.

Da Justines Bruder Konrad während der Geschenkevergabe nicht im Raum war (wo auch immer er war ...), durfte unsere Kleinste noch einmal für ihren Bruder etwas wählen. Da sie sich das allein nicht zutraute, half ihr Saskia bei der Suche.

Irgendwann hatten dann alle ein Geschenk. Die Feier näherte sich dem Ende, alle waren zufrieden und so langsam gab sich der ganze Trubel wieder. Nun endlich konnte man endlich auch einmal an das eigene leibliche Wohl denken.

Da jetzt noch Elena Winkelmann auftauchte, konnten die Schülerinnen des Sportgymnasiums zu guter Letzt endlich einmal beweisen, daß sie sich alle lieb haben, auch wenn sie bei zwei verschiedenen Vereinen in Dresden spielen.

So bleibt wieder mal nur die Frage übrig, wer nun eigentlich der Weihnachtsmann war? Zwar tauchte Jörg H. wie üblich erst auf, als der Weihnachtsmann gerade gegangen war, aber die gewöhnlich gut informierten Kreise meinen, diesmal wäre er es garantiert nicht gewesen. Hmmm, wir rätseln dann nächstes Jahr weiter ...


Bericht und Fotos: Frank Schulze