Road to Dresden
Schacholympiade 2008

Veranstaltung im Elbepark Dresden 10.-12.07.2008

In Vorbereitung der Schacholympiade 2008 werden seit Frühling diesen Jahres Werbeveranstaltungen in Dresdner und sächsischen Einkaufszentren durchgeführt. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Kaufpark Nickern war als nächste Station der Elbepark Dresden an der Reihe. Diese Tour will die Informationen über die Olympiade vertiefen und auf dieses besondere Event hinweisen.

Die Schachspieler der SG Grün-Weiß Dresden unterstützten dabei das Olympiabüro und nutzten aber auch die Gelegenheit, um an einem belebten Platz Werbung für den eigenen Verein zu platzieren.

Als Moderator konnte Manfred Kalmutzki (Ehrenpräsident des Dresdner Schachbundes) gewonnen werden, welcher zwar nicht bei Grün-Weiß Vereinsmitglied ist, aber aus Liebe zum Schach gerne half. Er begleitete die Veranstaltung über die gesamte Zeit mit Erläuterungen, Hintergrundinformationen zum Dresdner Schach und Berichten zu vergangenen Olympiaden .

Verteilt über drei Tage fanden verschiedene Aktivitäten statt. Die Länge der Präsentation steigerte sich dabei auch kontinuierlich zum Wochenende hin, weil davon auszugehen war, daß am Sonnabend tendenziell mehr Leute im Elbepark sind als am Donnerstag, dem ersten Tag der Veranstaltung.

Donnerstag 10.07.2008

Die Veranstaltung begann mit einem Trainingsnachmittag für interessierte Schüler der 9.Mittelschule. Diese unmittelbar in der Nachbarschaft des Einkaufszentrums gelegene Einrichtung ist die Partnerschule des Elbeparks. Insgesamt 12 Schüler fanden den Weg und hörten den Erläuterungen von Frank Schulze und Saskia Stark zu. Natürlich konnten sie diese Erkenntnisse auch gleich bei einem kleinen Turnier erproben. Über insgesamt drei Stunden beschäftigten sie sich mit Schach und nahmen als verdienten Lohn kleine Preise mit nach Hause. Vielleicht findet der eine oder andere später einmal den Weg in einen Dresdner Schachklub, dann wäre ein Ziel der Veranstaltung erreicht.

Nebenbei wurden die Passanten mittels eines tragbaren Demobrettes aufgefordert, doch den nächsten Zug in der gezeigten Partie auszuführen. Der Elbepark-Besucher Jens-Uwe Maiwald durfte sich jedoch nicht beteiligen ...

Freitag 11.07.2008

An diesem Nachmittag begann die Roadshow mit einem Simultanspiel, welches Miroslav Shvarts übernahm. Er hatte auch schon im Kaufpark bei der Erstauflage geholfen.

Zwischendurch ließ sich dann Franz Gärtner überreden, doch einmal sein Glück beim Simultan zu versuchen. Er spielte aber vorsichtshalber nur gegen vermeintlich schwächere Gegner, was die eigenen Erfolgschancen natürlich erhöhte.

Die ganz jungen Besucher zogen allerdings einen Besuch beim Großfeldschach vor. Dort konnten die meisten kaum über die Figuren schauen, aber die spielerische Beschäftigung mit Schach lockte die Jüngsten stetig an.


Die älteren Besucher widmeten sich dagegen doch eher dem Simultanspiel.

Wer keine Zeit oder Lust hatte, selbst aktiv zu werden, wurde gebeten, doch wenigstens seine Gedanken zum Schach aufzuschreiben. Dabei war alle Anmerkungen erlaubt, im Endeffekt waren fast alle aber sehr positiv. Insgesamt war es schon interessant zu lesen, welche Assoziationen spontan mit Schach verbunden sind.


Ab 17:00 Uhr fand das planmäßige Nachwuchstraining des Vereins im Elbepark statt. Da erstens für ein ernsthaftes Training nicht so die rechte Stille herrschte und es zweitens der letzte Tag vor den Sommerferien war, wurde kurzer Hand ein Tandemturnier durchgeführt. Schließlich muß irgendwann einmal auch für die Verteidigung vieler Erfolge beim Tandemturnier zur BEM Dresden trainiert werden.

Während des Wettbewerbs veränderte sich das Wetter zunehmend, zum Glück saßen alle im Durchgang im Trockenen.

Aber trotzdem sah es bedrohlich aus, was sich das draußen zusammenbraute.

Es stürmte so heftig, daß es auch in den Durchgang regnete und das Wasser durch den Wind auch bis zu den Spieltischen gelangte. Aber das störte manche gar nicht. Schach wurde so zur Nebensache, weil jetzt die eher künstlerischen Neigungen ausgelebt werden konnten.

Sonnabend 12.07.2008

Das unbestrittene Highlight des Sonnabends und der ganzen drei Tage waren die Auftritte der Lunatics Cheerleader. Diese traten insgesamt vier Mal mit großer Resonanz auf.

An diesem Sonnabend wurde ebenfalls eine ganz neue Spielart des Schachs erfunden: das Großfeld-Tandem. Hier zählen neben schachlichem Können auch Kraft, Schnelligkeit und Überblick. Leider fanden sich nur drei Teams, die an diesem innovativen Wettbewerb teilnahmen.

Danach mußten sich manche Figuren erst einmal ausruhen, dieses "Hin und Her" war dann doch zuviel ...

Immer wieder gern wurde auch das Angebot zum Konditions-Blitzschach angenommen. Dabei steht die Uhr einige Meter weg vom Brett und die Spieler haben dadurch das Problem, daß sie nicht nur spielen müssen, sondern auch noch schnell zur Uhr müssen, damit sie nicht auf Zeit verlieren. Beide bekommen 5 Minuten und das ist bei entfernter Uhr dann nicht wirklich viel Zeit zum Spielen, weil in dieser Zeit eben immer noch der Weg zurückgelegt werden muß. Nachdem die Jugendlichen von Grün-Weiß Dresden es einige Male demonstriert hatten wie es abläuft, fanden sich Nachahmer, welche mit großer Begeisterung ebenfalls Konditions-Blitzschach spielten.

 

Für alle anderen spielte Orland Krug (SV Dresden-Striesen) unvertrossen Simultan. Er ist zwar auch nicht bei Grün-Weiß, aber stets ein treuer und einsatzbereiter Helfer, wenn es darum geht, dem Schach in Dresden Popularität zu verschaffen und dafür Einsatz zu zeigen.

Am Ende eines ereignisreichen Sonnabends fand noch ein Blitzturnier für jedermann statt. Dieses hatte mit 41 Schachfreunden einen unerwartet hohen Andrang, so daß die letzten Reserven an Uhren, Spielmaterial, Tischen und Bänken mobilisiert werden mußten. Es reichte gerade so, es hätte aber auch nicht ein Teilnehmer mehr sein dürfen.

Die beiden FIDE-Meister Paul Zwahr und Cliff Wichmann waren die Favoriten, aber sie konnten sich nicht durchsetzen.

Den Sieg errang Holger Wendorff (SV Gambit Kamenz; 2.v.l.) vor Sebastian Schmidt (SV Dresden-Striesen; 1.v.l.) und Cliff Wichmann (ESV Nickelhütte Aue; 3.v.l.).

Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl von Nachwuchsspielern entschloß sich der Turnierleiter spontan, noch eine Nachwuchswertung einzuführen. Ein Dank gilt hier Schachfreund Flämmer, der wahrscheinlich halb Coswig zur Teilnahme aktiviert hatte.


Beim Nachwuchs gewann Hans Möhn (SC Großröhrsdorf 1911; 2.v.l) vor Tom Koschate (Schach macht fit; 3.v.l.) und Jannes Merlin Thamm (USV TU Dresden; 1.v.l.).

Mit diesem Blitzturnier gingen dann auch drei ereignisreiche und schöne Tage zu Ende.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Elbepark Dresden, der die Fläche zur Verfügung stellte; den Mitarbeitern des Olympiabüros, welche die Gesamtorganisation übernahmen; und natürlich den Jugendlichen von Grün-Weiß, welche vor Ort tatkräftig mithalfen.


Saskia Stark

Olena Kosovska

Nicole Lorenz und Christopher Kunze

 Auch Fotograf Franz Gärtner war wieder unermüdlich im Einsatz. Von ihm stammen die meisten der Bilder des Berichtes.


Bericht: Frank Schulze