Foto eines Schachspieles     Jahresabschluss 2007 (Teil 3)
Weihnachtsblitzturnier Gaußig

Am 23.12.2007, also dem 4.Advent des Jahres, fand das 44.Gaußiger Blitzturnier statt. Es ist ein Mannschaftsturnier, wobei jeweils 4 Spieler ein Team bilden. Die Organisatoren geben sich immer große Mühe und bereiten alles akribisch vor, was sich dann jährlich in einer perfekten Veranstaltung niederschlägt. Leider scheint aber wegen des zunehmenden Alters der Verantwortlichen das Ende eines traditionsreichens Turniers in greifbare Nähe gerückt. Aber dieses Jahr fand es auf jeden Fall noch einmal statt.

Seit vielen Jahren nimmt unser Verein mit 3 Mannschaften teil. Zum ersten Mal seit langer Zeit war die Nachfrage und das Interesse unserer Vereinskameraden so groß, daß die Teilnehmer schon vor dem Weihnachtsblitz im Klub feststanden. Wir haben inzwischen viele starke Spieler aus dem Nachwuchs in unseren Reihen, die sich auch gern einmal im Blitz beweisen wollen.

Die konkrete Besetzung der Mannschaften wurde am Sonntag am Spiellokal im wesentlichen nach den Ergebnissen des Weihnachtsblitz festgelegt. Die erste Mannschaft mit Paul Zwahr, Daniel Siedentopf, Sebastian Rudolf und Matthias Rudolf war dabei ausgesprochen stark besetzt. Kein Gegner bis auf USV TU Dresden war durchgängig annähernd gleich stark besetzt. Zwischen diesen beiden Mannschaften sollte sich wohl nach Lage der Dinge der Sieg in der A-Gruppe entscheiden.

Die zweite Mannschaft trat mit Jörg Hutschenreiter, Matthias Nake, Christopher Kunze und Rainer Gackstätter an. Drei Spieler hatten bis vor kurzem noch regelmäßig in der ersten Mannschaft beim Blitz in Gaußig mitgespielt. Und da sie niemals in der A-Gruppe schlecht abgeschnitten hatten, sollten sie doch in der B-Gruppe mit zum Favoritenkreis gehören.

Die dritte Mannschaft in der Brettreihenfolge Thomas Rudolf, Nicole Lorenz, Frank Schulze und Katrin Berthold war ebenfalls deutlich stärker als in den vergangenen Jahren besetzt. Trotzdem waren in der B-Gruppe keine Wunder zu erwarten, auch dort spielen noch starke Blitzer mit.

Die erste Mannschaft startete gleich fulminant. Da die Brettpunkte die entscheidende Wertung bilden, ist es nicht nur wichtig, den Kampf zu gewinnen, sondern dies möglichst auch hoch. Bis zur Mittagspause, welche immer nach etwa der Hälfte der Rundenzahl, stattfindet, spielten sie immer vorn mit. Zu diesem Zeitpunkt führten aber noch etwas überraschend die Spieler des SC Großröhrsdorf das Feld an.

Die zweite Mannschaft führte zur Mittagspause die B-Gruppe an. Hier ging es jedoch spannender zu, die Verfolger waren noch dicht dran.

Getragen von diesem Schwung hatte unser drittes Team pünktlich zur Pause sein selbstgestecktes Ziel von 20 Brettpunkten nicht nur bereits errreicht, sondern mit 21 Punkten bereits übererfüllt. Selbstbewußt wurde nun als neues Ziel eine Verdopplung der urspünglichen Absicht auf 40 Punkte als neue Zielmarke erklärt.

Nach dem Mittagessen gab es (eben deswegen?) bei allen ein kleines Tief. Die erste Mannschaft verlor gegen den Turnierfavoriten USV TU Dresden, zwar nur 1,5:2,5, aber es war ärgerlich. Die zweite Mannschaft verlor sehr unglücklich gegen SV Ebersbach II mit 1:3 und Christopher dabei seine einzige Partie im gesamten Turnier. Das hätte nicht sein müssen, denn dieses Team war nicht übermäßig stark angetreten. Die dritte Mannschaft hatte sogar 3:1 gegen die Ebersbacher gewonnen. Aber selber lief es auch bei diesen Schachfreunden nach der Pause nicht mehr ganz rund.

Die erste Mannschaft übernahm dann durch gutes Spielen die Führung und baute ihren Vorsprung kontinierlich Runde für Runde aus. Auf einmal lief alles! So stand sie zwei Runden vor Schluß bereits als souveräner Gesamtsieger fest. Die letzten zwei Runden wurden trotzdem konzentriert absolviert und am Ende waren es gigantische 10 Punkte Vorspung, mit denen sie die A-Gruppe vor SV Dresden-Leuben und SF Bischofswerda gewannen.

Die zweite Mannschaft kämpfte hoch konzentriert und rechnete eifrig mit. Aber wahrscheinlich hatte es nicht gereicht.

Um so größer war dann die Freude, als auch der Sieg in der B-Gruppe verkündet wurde. Es war hauchdünn. Die Mannschaft des SC Großröhrsdorf hatte ebenfalls 66,5 Punkte erreicht. Das direkte Duell war 2:2 ausgegangen, so mußte die Feinwertung der Bretter entscheiden, welche zu unseren Gunsten ausfiel.

Auf dem dritten Platz kam dann Kamenz II ein.

Die dritte Mannschaft verfehlte ihr selbstgestecktes Ziel mit 39,5 Punkten denkbar knapp. Aber ein 14. Platz unter 22 Startern war ein respektables Ergebnis, über welches sich die Spieler genauso wie die anderen über den Sieg freuten.

Aus den beiden Siegerteams gewannen Paul Zwahr, Matthias Rudolf und Christopher Kunze (20 Punkte aus 21 Partien!) zusätzlich noch ihre jeweilige Brettwertung, wofür es noch einmal einen Stollen gab.

Im Namen unserer Mitspieler dankte Matthias Rudolf am Ende den Organisatoren für ihre hervorragende Arbeit und brachte zum Ausdruck, daß wir nächstes Jahr gern wiederkommen. Bei diesem Ergebnis sicherlich kein Wunder ...


Bericht und Fotos: Frank Schulze